16.04.2014

Start-ups im Fokus der Hannover Messe

Energiewende und Klimaschutz als Gründungsmotor

Berlin, 15. April 2014 - Parallel zur Verabschiedung des letzten Teils des fünften IPCC-Klimaschutzberichts organisierte die Gründerinitiative StartUp4Climate am 11. April 2014 im Rahmen der Hannover Messe ein neues Forum für Start-ups im Bereich der Green Economy. Innovative Start-ups und Vertreter von Gründerzentren, Ministerien und Verbänden diskutierten auf der internationalen Leitmesse IndustrialGreenTec Chancen und Unterstützungsmöglichkeiten für Unternehmensgründungen in den Zukunftsfeldern Energiewende und Klimaschutz. Dr. Matthias Wittstock vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie betonte die hohen Potenziale für Gründungen im Bereich der Energiewende. „In einzelnen Bundesländern wie Berlin, Niedersachsen oder Schleswig-Holstein erkennen Fördereinrichtungen zunehmend, welche Chancen eine gezielte Wirtschafts- und Gründungsförderung in den Bereichen Erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Klimaschutz eröffnen, so Prof. Dr. Klaus Fichter, Direktor des Borderstep Instituts und Hochschullehrer an der EXIST Gründerhochschule Universität Oldenburg.

Gründerzentren und Business Angels erweitern Gründungsberatung
Die bundesweite Gründerinitiative StartUp4Climate fördert die Vernetzung und den Austausch von Start-ups, Gründungsberatern, Wirtschaftsförderern und Investoren. Sie unterstützt damit neue Unternehmen bei der Einführung und Etablierung neuer Technologien und Dienstleistungen im Bereich Green Economy und Klimaschutz. Als Partner der Gründerinitiative hat der ADT-Bundesverband Deutscher Innovations-, Technologie- und Gründerzentren eine neue Arbeitsgruppe „Green Economy“ eingerichtet, in der interessierte Gründerzentren und Inkubatoren ein Kompetenznetz für grüne Gründungen entwickeln wollen. „Es gibt aus Vorhaben zur Energie- und Ressourceneffizienz heraus unzählige Chancen für neue Geschäftsideen. Die Innovations- und Gründerzentren sind erfahrene Partner, um sie zum Erfolg zu führen“, erläutert Dr. Bertram Dressel, Präsident des ADT-Bundesverbands. Wie Dr. Ute Günter, Vorstand Business Angels Netzwerk Deutschland e.V. (BAND), auf dem neuen Gründerforum der IndustrialGreenTec betonte, haben Business Angels großes Interesse an Start-ups aus den Bereichen Klima, Umwelt, Energie- und Ressourcenschonung: "Auf der Beliebtheitsskala der Investoren liegen sie ganz oben. Allerdings - und das ist die Kehrseite der Medaille - ist das Gründungspotential im Bereich Green Economy noch längst nicht ausgeschöpft und gilt es, hier gezielt zu mobilisieren und zu unterstützen."

Energie Start-ups im Fokus der Gründerförderung
Nach den Ergebnissen des Green Economy Gründungsmonitor leisten sowohl in Deutschland als auch in Kalifornien fast zwei Drittel aller grünen Start-ups in Gründerzentren mit ihren innovativen Produkten und Dienstleistungen einen Beitrag zur Energiewende. Sowohl das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) als auch der Deutsche Startup Verband haben die Bedeutung der Energie-Start-ups erkannt. Dr. Matthias Wittstock, der beim Bundeswirtschaftsministerium die Gründungsförderung betreut, bestätigte, dass sich  der vom BMWi angekündigte Ausbau des EXIST-Gründungsprogramms gerade auch an junge und innovative Start-ups im Energiebereich richtet, die etwa beim Bau von Demonstrationsanlagen und Prototypen einen hohen Mittelbedarf haben. Beim Deutschen Startup Verband haben sich mehrere junge Energie-Unternehmer zu einer eigenen Arbeitsgruppe formiert, wie Thomas Landgraf, Geschäftsführer von Enercast, berichtete.

Trend zu nachhaltigkeitsorientierten Gründerwettbewerben
„Anreize und Unterstützung für Start-ups im Energiebereich und für nachhaltigkeitsorientierte Gründungen in weiteren Bereichen der Green Economy bieten zunehmend auch Gründerwettbewerbe“, so Dr. Ralf Weiß, Projektleiter der Gründerinitiative StartUp4Climate beim Borderstep Institut. Nachdem vor wenigen Jahren der Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg als erster Wettbewerb Nachhaltigkeit in die Erstellung des Businessplans eingeführt hatte, zeichneten die Energy Awards 2013 erstmals ein „Energie Start-up des Jahres“ aus. In diesem Jahr gibt es neue Auszeichnungen für nachhaltigkeitsorientierte Gründer bei den GreenTec-Awards, dem nawi-Award oder beim Gründerpreis der TU Hamburg-Harburg. Jüngstes Beispiel ist der Gründerwettbewerb innowasteon, der grüne Gründer mit Geschäftsideen im Bereich Kreislaufwirtschaft und Recycling fördern will. Die Gründerinitiative StartUp4Climate unterstützt nachhaltigkeitsorientierte Gründerwettbewerbe und will auch mit einem nationalen Gründerpreis im Bereich Klimaschutz dazu beitragen, die Gründungsdynamik für eine umweltfreundliche und kohlendioxidarme Wirtschaft zu erhöhen.

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Über Borderstep Institut für Innovation und Nachhaltigkeit:
Das Borderstep Institut ist im Bereich der anwendungsorientierten Innovations- und Entrepreneurship-Forschung tätig und dem Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung verpflichtet.

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