28.05.2021

BVIZ-Facts 2021

Erfolge der Innovations-, Technologie- und Gründerzentren in Deutschland

Innovations- und Gründerzentren in Deutschland trotzen der Corona-Pandemie.

Ergebnisse der gesamtdeutschen statistischen Erhebung des BVIZ unter den Innovations-, Technologie- und Gründerzentren in Deutschland zu Startups und Gründungsgeschehen in den Zentren 2020.

  • 351
    Innovations-, Technologie- und Gründerzentren in Deutschland, die Gründer betreuen
  • 5.240
    Startups und Neugründungen, die allein im Jahr 2020 in den Zentren erfolgreich betreut wurden
  • 12.200
    überwiegend innovative Startups und Unternehmen als Mieter in den Zentren
  • 91.860
    aktuelle Anzahl der Arbeitsplätze bei den Startups und Mieterfirmen in den Zentren
  • 47.300
    Unternehmen, die bis heute erfolgreich in den Zentren gegründet haben
  • 294.120
    direkte Arbeitsplätze, die mit Unterstützung der Zentren bis heute deutschlandweit geschaffen wurden
  • 99%
    beträgt die Erfolgsquote von Unternehmen, die in den Zentren gegründet haben

Mit der jährlichen gesamtdeutschen Erhebung des BVIZ wurden bei den Zentren nicht nur aktuelle Zahlen zu Gründungen und der Entwicklung in den Zentren per 12/2020 erhoben, sondern auch nach Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das Gründungsgeschehen und die Situation in den Zentren gefragt.

Das durch die Corona-Pandemie geprägte Jahr 2020 hatte auch Startups und Unternehmensgründungen in Deutschland beeinträchtigt. Einer Vorabauswertung des KFW-Gründungsmonitors vom April 2021 nach, gab es im Jahr 2020 bei den Existenzgründungen in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr ein deutliches Minus von 11%. In den deutschen Innovations-, Technologie- und Gründerzentren war dieser Trend bei Startups und Neugründungen im Corona-Jahr 2020 eher kaum zu verzeichnen. Die Innovations- und Gründerzentren haben sich auch unter den Corona-Einschränkungen und insbesondere in dieser Krisensituation als stabile Institutionen und hilfreiche Anlaufstellen für Gründer erwiesen.

In den über 350 deutschen Innovations-, Technologie- und Gründerzentren war die Zahl der Neugründungen in 2020 lediglich leicht von 1.360 auf 1.310 zurückgegangen (-4%). Die Anzahl der extern betreuten Gründungen war dagegen sogar von 3.620 auf 3.930 gestiegen (+8%). Beide Zahlen sind mit den allgemeinen Einschränkungen in der Corona-Situation im Zusammenhang mit der Gründerbetreuung zu sehen.

Lediglich 12% der Zentren hatten angegeben, dass sie selbst in ihrer Tätigkeit -insbesondere in ihrer Vermietersituation- oder betreute Startups/ Unternehmen von der Corona-Situation beeinträchtigt, bzw. erheblich betroffen (1%) waren. Die Mehrheit der Zentren gab jedoch an, sehr geringe (51%) oder überhaupt keine (35%) Beeinträchtigungen im Gründungsgeschehen durch Corona erlebt zu haben.

Hier zeigt sich auch der Vorteil der Zentren, die in Ihrer Funktion als Unterstützer in Problemsituationen den Startups und jungen Unternehmen unter die Arme greifen. Nur vereinzelt hatten Mieterfirmen durch Corona verursachte wirtschaftliche Probleme, die mit Unterstützung der Zentren oder individuellen Lösungen nicht beseitigt werden konnten. Ganz im Gegenteil gab es bei Startups oder Unternehmen in den Zentren vielfach innovative Ideen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie, die damit neue Geschäftsmodelle erfolgreich am Markt platzieren konnten. Beispiele hierzu sind auch auf der BVIZ-Webseite dargestellt.

Unter dem Aspekt, dass insbesondere wissensbasierte, bzw. innovative Gründungen erfahrungsgemäß anspruchsvoller und erfolgreicher sind, ist die Situation und Entwicklung in den Innovations-, Gründer- und Technologiezentren umso positiver zu werten. Eine äußert geringe Insolvenzquote der Startups in den Zentren von knapp 1% bekräftigt dies.

Die Anzahl der in den Zentren eingemieteten Unternehmen ist weitgehend konstant geblieben; die Anzahl der Arbeitsplätze bei den Firmen/Mietern im Jahr 2020 sogar leicht gestiegen. Entsprechend ist auch die Auslastung der Mietflächen in den meisten Zentren weiterhin sehr hoch. Zahlreiche Aktivitäten der Zentren waren durch die Corona-Pandemie natürlich erheblich eingeschränkt. Wie sich die Situation und das Gründungsgeschehen unter den Corona-Bedingungen zukünftig weiter entwickelt, bleibt -wie in allen Bereichen der Wirtschaft- schwer vorhersagbar.

Die kumulierte Anzahl der zwischenzeitlich aus den Zentren an einen anderen Standort in den Regionen ausgezogenen Unternehmen und die Gesamtsumme der über die vergangenen Jahre geschaffenen Arbeitsplätze von über 294.000 spiegeln nicht zuletzt die Kontinuität der Arbeit der Zentren und deren Ergebnisse als effiziente Instrumente regionaler Wirtschaftsförderung wieder.

Detaillierte Abfragergebnisse und Hochrechnung / Werte per 31.12.2020:

  • 1.310 - Anzahl der Neugründungen/ Startups (als Mieter) in den Zentren im Jahr 2020
    (ohne extern betreute Gründungen)
  • 3.925 - Anzahl der durch die Zentren erfolgreich betreuten, externen Gründungen im Jahr 2020
  • 12.200 - Anzahl der eingemieteten Gründer/ Startups/ Firmen in den Zentren per 12/2020
  • 91.860 - Anzahl der Arbeitsplätze/ MA (Vollzeit) in den eingemieteten Unternehmen in den Zentren
  • 35.110 - Anzahl der seit Eröffnung der Zentren bereits ausgezogenen Unternehmen
  • 294.120 - Anzahl der seit Eröffnung der Zentren insgesamt geschaffenen Arbeitsplätze
  • 0,9% - Insolvenzquote bei den Startups / Mieterfirmen im Jahr 2020

 

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